Hier dokumentieren und bewerten wir Event- und Kulturveranstaltungen. Ob eine Empfehlung oder ein Verriss dabei herauskommt, obliegt dem jeweiligen Autor.
Written Art Foundation
Contemporary Art & Calligraphy- At the Nexus of Painting and Writing
Seoul Calligraphy Museum, Seoul Arts Center
04/05/2013 – 05/05/2013
Seoul Arts Center presents «Contemporary Art & Calligraphy- At the Nexus of Painting and
Writing» Exhibition in collaboration with the Written Art Foundation (Frankfurt, Germany).
In order to open the prospect of the Seoul Calligraphy Museum that celebrates the 25th
anniversary of Seoul Arts Center, Seoul Calligraphy Museum will present a series of exhibitions
showing calligraphy and writing at the foundation of the modern and contemporary creation.
This series begins with «At the Nexus of Painting and Writing» from April to May and it will be
followed by solo show of Xu Bing, Chinese contemporary artist in October, 2013.
80 works by 60 artists from Western and Eastern worlds will be exhibited in «At the Nexus of
Painting and Writing» Exhibition, selected from the masters of 1950-60’s to the Contemporary
leading young artists. There will be several masterpieces from the Abstract Art Movement in
Europe and America as well as a variety of art works from Arabian culture in which the calligraphy
has been positioned in eminent place in life and art for centuries. Chinese, Japanese and Korean
artists will be present in this praise of the writing by the painters as well.
The Exhibition in 5 Chapters;
1) Body Signs
2) Imitation/ Creation
3) Painted Words
4) Imaginary Letters-Landscape
5) Imaginary Letters-Text
Featured Artists;
A.R. Penck, Adolph Gottlieb, Ahmed Moustafa, Ali Hassan, Ali Omar Ermes, André Kneib,
André Masson, Antoni Tàpies, Arnulf Rainer, Chaouki Chamoun, Charles Hossein
Zenderoudi, Chen Danqing, Cheng Puyun, Cy Twombly, Eduardo Chillida, Fan Guoqiang,
Franz Kline, Georges Mathieu, Georges Noël, Gerhard Richter, Hana Usui, Hans Hartung,
Henri Michaux, Jan Voss, Inoue Yuichi, Joan Mitchell, Julius Bissier, Karl Otto Götz, Kazuo
Shiraga, Kim Ho-Deuk, Kim Jong-Ku, Kim Tschang-Yeul, Kouichi Fou’ad Honda, Laszlo
Lakner, Lee Jung-Woong, Lee Kang-So, Lee Ufan, Lee Ung-No, Liu Yi, Maliheh Afnan,
Mark Tobey, Mohammed Ehsai, Mohammad Mahdi Yaghoubian, Morita Shiryû, Nam Kwan,
Park Seo-Bo, Pierre Alechinsky, Pierre Soulages, Rachid Koraichi, Rebecca Horn, Robert
Motherwell, Shirin Neshat, Son Dong-Hyun, Suh Se-Ok, Tseng Yuho, Werner Schneider,
Willem de Kooning, Winfred Gaul, Yousef Ahmed, Zhang Dawo.
Further Informations;
Song, Byoungha
Seoul Calligraphy Museum
Seoul Arts Center
Tel 02 580 1655
Email jaro99@sac.or.kr
Labels:
Ausstellung,
Kalligraphie,
Kultur,
moderne Kunst,
Unterhaltung,
Weltausstellung,
Written Art
Weihnachten mit 1000 Funkel
Gleich am Einlass von 1000 Funkel begrüßen Sonne und Mond die Besucher. |
Können Kommerz und Kultur einvernehmlich einhergehen? Sie können. Was gerade in Dresden unter dem Namen 1000 Funkel
als Erlebniswelt Weihnachten gerade stattfindet, beweist es. Doch was
genau ist 1000 Funkel überhaupt? Jahrmarkt? Show-Spektakel? Gastronomie?
Eine Art Weihnachts-Disneyworld? Nun, irgendwie ist es genau das Alles
in Einem. Den kommerziellen Erfolg dieses Modells sollte man aus
kultureller Sicht nicht verdammen. Denn: Unter der schönen Oberfläche
aus funkelnden Sternen, surrenden Modelleisenbahnen und belebten
Märchenfiguren steckt die kindliche Verzückung zu Weihnachten - quasi
das Kernmotiv des Events. Die Zeltstadt 1000 Funkel weckt selbst im
größten Festtagsmuffel weihnachtliche Emotionen. Weihnachtskultur ist
eben nicht nur die christliche Geschichte um die Geburt Jesu; zur
Weihnachtskultur gehören auch Märchen, Glühwein, Bastelleien, Naschen
usw. - kurzum alles was in uns das Weihnachtsgefühl auslöst.
Das
gelingt den Veranstaltern mittels unzähliger aufwendiger Details. Im
letzten Jahr gabs Kritik, die 2012 man beherzigt und konstruktiv
umgesetzt hat: So wurden im Vergleich zum letzen Jahr mehr funkelnde
Lichter in Szene gesetzt, die Auswahl der Händler sehr stark auf
Weihnachten ausgerichtet und für ältere Besucher überall
Sitzgelegenheiten für Pausen eingerichtet.
Moosmutzel oder Waldwuffel? Gar fantasievolle Figuren findet man im Märchenwald von 1000 Funkel. |
Auf der Bühne der Bühne der 1000 Träume verzaubern Künstler und Gaukler die Zuschauer, wie in diesem akrobatischen Tanz mit Feuerelementen und Leidenschaft. |
Das
hohe Niveau hat seinen Preis: täglich arbeitet eine Maschinierie aus
300 Mitarbeitern an der Umsetzung der Weihnachtsverzückung von 1000
Funkel. Dessen sollten sich Kritiker des Eintrittspreises bewusst sein.
Aus dem ganzen Gelände verteilt sind fantasievolle Märchenfiguren. Diese wurden eigens für 1000 Funkel angefertigt. |
Da steht ein nackter Mann in Hof! Mutiges aus einer katholischen Gemeinde
Intensiver Blick, definierter Torso: Ein Werk von atemberaubender Schönheit. Ein Adonis, der dem Gelde entwachsen scheint und sich wieder in diesem auflöst. |
Eins Vorweg: Der Autor ist bekennender Atheist und hat auch vor, ein solcher zu bleiben.
Und nein, ich bin nicht schwul, - was übrigens völlig wertfrei gemeint
ist. Dies ist also kein religiöser Erweckungsruf; nein, es ist viel
mehr: Es ist die Freude darüber, dass die moderne Kirchengemeinden Sankt
Elisabeth in der Lage ist, tatsächlich Mut zur Kontroverse zu zeigen.
Ein populäres Medienecho erfuhr die Gemeinde im Rahmen der Documenta 13
in Kassel. Das Bild der Holzfigur mit ausgebreiteten Armen, wie auf der
Spitze des Kirchturmes steht, ging um die Welt. Es ist ein Werk des
Künstlers Stephan Blankenhol, der just zeitgleich zur Documenta 13 in
Kassel seine Ausstellung in der Kirche Sankt Elisabeth ausstellt. Ein
kleiner Skandal, gehört doch der Künstler nicht zum offiziellen
Kunstkanon der Documenta. Besucher stoßen also nur zufällig auf diese
kleine kostenlose Ausstellung im Zentrum Kassels; diese jedoch gehört
zweifellos zu den Höhepunkten des Documenta-Besuchs; auch wenn eben
Stephan Blankenhol mit keiner Silbe in den Documenta-Unterlagen erwähnt
wird.
Die Ausstellung zeigt mehrere Holzplastiken, die funktional im Gotteshaus eingerichtet wurden. Wie sonst üblich in der katholischen Kirche: Nackte müssen draußen bleiben, auch wenn es sich dabei nur um eine Holzfigur handelt. Dies tut dem Arrangement keinem Abbruch. Bedeutungsschwer blicken die Figuren; spannende Kompositionen; Neues auf traditionellen Plätzen; ein passives Kreuz, was aus 4 aktiv raumverdrängenden Platten geformt wird, aus denen Augen-Blicke uns treffen; Maria als fesche Brünette im figurbetonten Kleid; und viele mehr! All diese Dinge erwartet man überall, nur nicht in einer katholischen Kirche! Die Gemeinde beweist Mut und Kunstsinn; sodass selbst ich, der überzeugte Atheist, voller Begeisterung annerkennend und demütig meinen Hut ziehe.
Schuss und Gegenschuss, wer blickt auf wen? Ich auf mich? Gegenwart auf Vergangenheit? |
Kapellfigur der Sankt Elisabeth von Stephan Blankenhol |
Bilder-Komposition über dem Altarbild der Kirche Sankt Elisabeth. Ansicht von der höchsten Stufe der Galerie. |
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