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Salsa-Festival mit Charme und Verstand

Können das überhaupt die Deutschen, vor allem - die Ost-Deutschen? 

Salsa klingt nach schwungvollen Hüften, heißen Beats und lateinamerikanischen Damen, aber nicht nach Sachsen und dem traditionsreichen Dresden. Doch das Salsa-Festival in Dresden beweist, dass es eine lebhafte wachsende Szene gibt.
Klasse Tanzlocation, Musik die süchtig macht, flinke Barkeeper, ein aktives Publikum sowie ein TOP-Rahmenprogramm machen eben eine solide Party aus - ohne Schnickschnack und falsche Erwartungen.

Ganze 600 aktive Tanzbegeisterte wohnten gestern der Salsa-Heartbeat-Gala bei und jubelten den internationalen Tanzteams und DJ MOURI & DJ EL MALO & DJ WILLY zu.

Das Salsa-Festival läuft noch bis zum 23.06.2013. Wer es nicht zum Salsa-Festival schafft, der kann Salsa-Lebensgefühl ganzjährig im Bailamore nachholen.

Von den Checkern wärmstens empfohlen.


TOP Promotion für den Polizeiball in Dresden 2013


Ja, er fand auch dieses Jahr wieder statt: der sächsische Polizeiball im Ballhaus Watzke. Der Originalbeitrag wurde aufgrund der Leserlichkeit einer Rechtschreib-Prüfung unterzogen:

450 Besucher waren gespannt auf den 15. Polizeiball im Ballhaus Watzke, welcher mit Glanz und Gloria“ als Motto erfolgte.
Viele Ehrengäste, Polizisten, Unternehmer und Bürger waren zum diesjährigen 15. Polizeiball gekommen. Die Ehrenkommissare Peter Sodann, Birgit von Derschau, Andreas Schmidt-Schaller, Berend Jochem waren auch vor Ort.
Sachsen Ministerpräsident Stanislaw Tillich brachte in seinem kurzen Grußwort, die Dankbarkeit zur Aufgabenerfüllung im Rahmen der neuen Struktur an die Bediensteten zum Ausdruck, sagte aber im gleichen Atemzug, dass an keine weiteren Strukturveränderungen gedacht werde. Es ist Zeit, dass Ruhe in die Reihen der sächsische Polizei zurückkehrt. Auch an eine vernünftige Honorierung sei gedacht.

Prof. Dr. Biedenkopf wurde für seine hervorragende Aufbauarbeit, sowie die Schaffung einer modernen und zukunftsorientierten Polizei im Freistaat Sachsen zum Ehrenkommissar der DPolG LV Sachsen ernannt. Mit dem „Medienpreis“ der DPolG Sachsen wurde „KIKA – KRIMI.DE“, TV-Kommissar „Bruno“ Peter Sodann mit Team, sowie der Programmchef Tobias Hauke und Produzent Jan Kruse geehrt.
Den „Präventionspreis“ der DPolG Sachsen bekam die „SOKO Leipzig“ mit den den TV-Ermittlern Andreas Schmidt-Schaller, Melanie Marschke, Marco Girnth und Steffen Schroeder. Den berühmten Fassbieranstich für das Fass Freibier vollzog in diesem Jahr der Staatsminister des Innern Markus Ulbig.
Das Programm wurde umrahmt von der Show Sabrina und Blub, sowie der Avion – Showband. Einen weiteren Höhepunkt setzte das große Feuerwerk. Es gab an diesem Abend vielerlei Gedankenaustausch zwischen der Polizei, den Bürgern, der Politik und der Wirtschaft.
Wie auch in den letzten Jahren spendeten die Besucher für die Polizeistiftung. 500,-Euro konnten als Scheck übergeben werden. Für alle, die dabei waren, gab es zum Abschluss noch ein Mitternachtseisbuffet, welches den hervorragenden Abend abrundete.
Alles in allem eine gelungene 15. Veranstaltung. Auf ein Neues zum 16. Polizeiball 2014.

Ganze 23 Fehler auf 282 Wörter hat der Fehlerteufel liebevoll eingebaut. Im Projekt Polizeiball Dresden steckt eben viel Liebe drin.

Weihnachten mit 1000 Funkel


Gleich am Einlass von 1000 Funkel begrüßen Sonne und Mond die Besucher.
Können Kommerz und Kultur einvernehmlich einhergehen? Sie können. Was gerade in Dresden unter dem Namen 1000 Funkel als Erlebniswelt Weihnachten gerade stattfindet, beweist es. Doch was genau ist 1000 Funkel überhaupt? Jahrmarkt? Show-Spektakel? Gastronomie? Eine Art Weihnachts-Disneyworld? Nun, irgendwie ist es genau das Alles in Einem. Den kommerziellen Erfolg dieses Modells sollte man aus kultureller Sicht nicht verdammen. Denn: Unter der schönen Oberfläche aus funkelnden Sternen, surrenden Modelleisenbahnen und belebten Märchenfiguren steckt die kindliche Verzückung zu Weihnachten - quasi das Kernmotiv des Events. Die Zeltstadt 1000 Funkel weckt selbst im größten Festtagsmuffel weihnachtliche Emotionen.  Weihnachtskultur ist eben nicht nur die christliche Geschichte um die Geburt Jesu; zur Weihnachtskultur gehören auch Märchen, Glühwein, Bastelleien, Naschen usw. - kurzum alles was in uns das Weihnachtsgefühl auslöst.
Das gelingt den Veranstaltern mittels unzähliger aufwendiger Details. Im letzten Jahr gabs Kritik, die 2012 man beherzigt und konstruktiv umgesetzt hat: So wurden im Vergleich zum letzen Jahr mehr funkelnde Lichter in Szene gesetzt, die Auswahl der Händler sehr stark auf Weihnachten ausgerichtet und für ältere Besucher überall Sitzgelegenheiten für Pausen eingerichtet.

Das Haus des Pilzputzers.

Moosmutzel oder Waldwuffel? Gar fantasievolle Figuren findet man im Märchenwald von 1000 Funkel.
Auf der Bühne der Bühne der 1000 Träume verzaubern Künstler und Gaukler die Zuschauer, wie in diesem akrobatischen Tanz mit Feuerelementen und Leidenschaft.


Das hohe Niveau hat seinen Preis: täglich arbeitet eine Maschinierie aus 300 Mitarbeitern an der Umsetzung der Weihnachtsverzückung von 1000 Funkel. Dessen sollten sich Kritiker des Eintrittspreises bewusst sein. 


Aus dem ganzen Gelände verteilt sind fantasievolle Märchenfiguren. Diese wurden eigens für 1000 Funkel angefertigt.






Geschichtslose Effekte am laufenden Band


3D-Projektion zum dresnder Stadtfest 2012 am Zwinger

Seit einiger Zeit gibt es ein neues Phänomen: Da wird was an eine Fassade projeziert; ach - und das sieht spektakulär aus! Einfach toll! Unglaublich!

Und wenn die bunten Bilder über die Hauswand flackern, dann ist das gleich ein Großereignis; muss ja, wer soll das denn sonst bezahlen? Es muss ja irgendwie bezahlt werden, sonst braucht man das ganze ja nicht machen.

Das treibt dann so irre Blüten, dass dafür private Sponsoren einspringen bzw. sich bereitwillig erklären, zu öffentlichen Projekten beizutragen. Wie neulich beim Dresdner Stadtfest, als niemand Geringeres als Intel den geheimen Höhepunkt des Stadtfestes boten: eine ca. 40 min Effektberieslung auf dem dresdner Zwinger.


Dorf und Stadt, Alot und Jung waren auf dem Theaterplatz zusammen gekommen, um dieser Spektakulären Werbeveranstaltung beizuwohnen.

Wer's verpasst hat, der kann sich die Show hier ansehen:
3D Projektion am Zwinger zum dresdner Stadtfest 2012

Schön und gut. Unterhaltung ist schließlich auch eine Kultur. Es muss ja nicht alles unbedingt Hochkultur sein; - wer wöllte das? Und doch, - trotz aller perfekt abgestimmten Effekte, irgendwann ist es - ermüdend. Ohne roten Faden, ohne Story, ohne dem gewissen Etwas, was uns doch was sagen soll, verhungert der Geist im bunten Lichternebel. Was fehlt ist der Anspruch an das Publikum, die Zumutung, es zum Mitdenken herauszufordern. Und schließlich das unterscheidet Kultur vom gebieterischen Kommerz.


Schlossprojektion auf Albrechtsberg

Und wieder ist es ein schutzbedürftiges Tierchen, welches in Dresden für Furore sorgte: Diesmal war es nicht die "Hufeisennase" sondern der "Wachtelkönig". Das jährliche Feuerwerk des Schlössernacht wurde aus Naturschutzgründen abgesagt. Die Wachtekönigin pflegt in Ruhe zu brüten. 



Als Ersatz für das ausgefallene Feuerwerk wurden noch mehr Künstler und Musestätten auf dem Gelände der Schlössernacht dargeboten. Die künstlerische Leiterin Sylvia Grodd. „Nach der Absage des Feuerwerks hatten wir das Bühnenprogramm von 200 auf 250 Künstler aufgestockt, und
sie haben wirklich ein musikalisches Feuerwerk gezaubert und die Menschen begeistert.
Vielerorts gab es ganz viel Nähe zwischen den Künstlern und Besuchern – und damit Gänsehaut für uns als Veranstalter.“
Zu vorgerückter Stunde sorgten die fantastischen Projektionen am Schloss Albrechtsberg
für einen besonderen Höhepunkt. Hier beobachten die Besucher mit Staunen, wie die Videoprojektionen die Fassade scheinbar in Bewegung versetzten. Konzipiert als eine Reise durch die Jahreszeiten wuchsen Bäume in den Himmel, huschten Schmetterlinge über die Mauern, brachte ein Herbststurm die Fassade zum Bröckeln, rieselten Schneeflocken leise herunter.


Vertikales Theater bleibt auf der Strecke

 Fotos: Suchbild mit zwei Darstellern. Vertikales Theater aus Sicht des Zuschauers

Eine Verschiebung der Perspektive gab es in Dresden auf dem Gelände der Ostrale zu sehen: Die Italiener Luca und Andrea Pialini kletterten, tanzten und schwangen sich an der Wand des riesigen Kühlhauses entlang. das ganze nennt sich "vertikales Theater". Zwangsläufig hatten die Zuschauer den Eindruck, dass sie von oben auf das Geschehen blicken und doch sahen sie tatsächlich zu den Künstlern hinauf. Was genau die beiden da trieben, war nur schwer erkennbar, denn die Künstler wurden wortwörtlich überstrahlt. So blieben sie trotz aller Anstrengungen doch nur zwei tanzende Farbtupfer.



Geschehen am 21.07.2012

Stümperhafter Polizeiball in Dresden 2012

Nachbetrachtung zum sächsischen Polizeiball 2012

Einführend sei hier die gekürzte Pressemitteilung der DPoliG (der Polizeigenossenschaft):

"...Aus gegebenem Anlass beabsichtigen wir in diesem Jahr 2 Preise zu vergeben.
Für seine hervorragenden schauspielerischen Leistungen wird Dominic Boeer zum "Ehrenkommissar des Freistaates Sachsen" ernannt. ...
Viele Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, Vertreter der Polizeiführung der Sächsischen Polizei, sowie Gewerkschaftsvertreter des Bundes und der Länder werden unsere Gäste sein. Der Ball wird geschmückt durch vielerlei Höhepunkte. ..."

Warum veranstaltet man einen Polizeiball? 

Offiziell: Der Polizeiball soll eine Gelegenheit sein, um Bürger und Polizei einander zwanglos näher zu bringen. 

Und jetzt unsere These:

Man braucht einen Anlass, um sich selbst zu feiern. 

Deswegen findet der gemeine Bürger so gut wie keine Informationen darüber im Internet. Probiert es aus! Offiziell sind vor allem Bürger eingeladen. 

Wie gesagt, offiziell. 

Tatsächlich waren noch nicht einmal die Sponsoren aus der Wirtschaft erwünscht, welche mit ihren Anzeigen in der Festschrift die Veranstaltung erst ermöglicht hatten. Die "hochgradigen" Vertreter aus Wirtschaft und Politik ließen sich erst gar nicht blicken.

Streng genommen ist schon die Bezeichnung "Ball" recht irreführend. Erstbesucher dieses Events erkannte man daran, dass diese auch Ball-konform anzogen waren; sprich also mit Ballkleid und Smoking. Doch statt eines Balls wurde dem Besucher eine Diskofox-Fatsche mit einer drittklassigen Partyband präsentiert. Dementsprechend enttäuscht verließen viele Besucher frühzeitig die Veranstaltung. Marketingleute wissen: Erwartungen, die man schürt, sollten auch erfüllt werden. Der Polizeiball ließ keine Gelegenheit aus, die wenigen anwesenden Bürger so zu verprellen.

Die oben erwähnten zwei Preisen waren in Wirklichkeit eine nicht enden wollende Lobeshymne, gerichtet an verschiedenste Funktionäre der Polizeigenossenschaft. Die Kollegen der Polizei prosteten sich zu und schwelgten auf der Bühne in gemeinschaftlichen Erinnerungen. Der Bürger war hier außen vor, wie der Schüler, der neu in eine zehnte Klasse kommt. 

Unverständlich ist, warum ausgerechnet ein Fernseh-Kommissar, also ein Schauspieler, zum "Ehrenkommissar des Freistaates Sachsens" ernannt wurde. Hat die Polizei keine guten Kommissare, die den Kollegen als leuchtendes Vorbild präsentiert werden könnten? Dem Geehrten selbst schien dieser fragwürdige Umstand ein wenig peinlich, überspielte es jedoch gekonnt mit einer witzigen Rede; der gelungensten Rede an diesem Abend.

Liebe DPolG: Das war eine Zumutung.