Sehenswert: Matthias Reim auf Tour zu 35 Jahren Bühnenjubiläum



35 Jahre ist es her, als Matthias Reim das Rampenlicht betritt. Seitdem ist für den Schlagerstar nichts mehr wie es war: Erfolg, Krisen und eine mühevoller Wiederaufstieg, - all das hat seine Karriere geprägt.

Mit der Jubiläumstour zieht Matthias Reim Bilanz, - erstmals werden auch "alte Songs" live gespielt, die er bisher noch nie im Bühnenprogramm hatte. 

Tickets und Tourdaten finden sich hier.



Tournee-Auftrakt in Dresden und Leipzig 2026: Matthias Reim begeistert immer noch, auch nach 35 Jahren trifft er mit seinen Liedern den Nerv des Publikums


Matthias Reim begeistert noch immer seine Fans! 



Hat gut Lachen: Matthias Reim ist gestärkt aus der Krise seines Lebens herausgekommen. Insbesondere das Publikum im Osten weiß seine Musik zu schätzen und feiern ihn heute umso mehr.


Ausverkaufte Konzerte, - auch nach 35 Jahren. Matthias Reim bei seiner Jubiläums-Tour 2026


Immer mit Herzblut dabei: Matthias Reim liebt, was er tut und denkt noch lange nicht an Ruhestand, - auch nicht nach 35 Jahren Bühnenjubiläum




 

November 2024: Nur zwei Konzerte der Band Floodlights in Deutschland



Ein paar Schulfreunde gründen eine Band, verdienen mit ihren ersten Auftritten gerade genug, um zum weltweit größten Musik-Showcase-Festival nach Texas zu fliegen, und werden dort prompt von einem großen internationalen Label unter Vertrag genommen. Was wie der naive Traum vieler junger Bands klingt, wurde für die australische Rockband Floodlights zur Realität! Die fünf Mitglieder - Louis Parsons, Ashlee Kehoe, Archie Shannon, Joe Draffen und Sarah Hellyer - kannten sich schon mehrere Jahre, als sie 2018 nach einer langen Nacht im legendären Melbourner Pub „The Tote Hotel“ beschlossen, ihre fixe Idee einer Bandgründung endlich in die Tat umzusetzen. Floodlights wissen, wie man stimmungsvolle und politische Lyrics mit einem energiegeladenen Sound kombiniert - ihr charismatischer Mix aus Post-Punk, Indie-Rock und Folk ist einzigartig. Diese ansteckende Energie bringen sie auch auf die Bühne, zusammen mit authentischen emotionalen Momenten. Ein Konzert von Floodlights ist ein unvergessliches Live-Erlebnis. Im Herbst kommen die Australier im Rahmen ihrer Europa Tournee auch für zwei Shows nach Deutschland! 

 
 


 

17.11.2024 Berlin - Prachtwerk

30.11.2024 Köln - MTC 

 

Nur selten in Deutschland zu Gast: Die Band Floordlights sind im November 2024 mit zwei Konzerten in Deutschland.


BAND HEILUNG auf Tournee

Die dänisch-deutsch-norwegische Band Heilung spielt keine Konzerte. Sie vollzieht Rituale. Jeder Auftritt beginnt damit, dass Kai Uwe Faust, Christopher Juul, Maria Franz und ihr Kollektiv zu einem uralten Gebet anleiten. Doch dann verschwimmen die Grenzen zwischen musikalischer Performance, alten heidnischen Kulthandlungen, Vergangenheit und Gegenwart. Bald darauf wird das Publikum von Weihrauch und Kehlgesang, urwüchsigen Rhythmen, fantasievollen Gewändern, subtilen elektronischen Texturen, einer hypnotisierenden Lichtshow, einer Armee von Kriegern und Feuerausbrüchen in einen Rausch versetzt – eben ein Ritual. Amplified history nennen es Heilung, wenn sie ihre mythischen Erzählungen rund um isländische Lyrik, keltische und nordische Geschichte, Kämpfe und Versammlungen musikalisch umsetzen. Dabei nutzen sie neben elektronischer Klangerzeugung eine Menge historischer Instrumente aus verschiedenen Kulturen und Zeiten, von archaischen Trommeln, Knochen und Hornrasseln bis hin zur indischen Ravanahattha. Maria Franz singt in ätherischen Höhen dazu, Kai Uwe Faust nutzt den Obertongesang, der an mongolische Musik gemahnt, und Christopher Juul zwitschert, tschilpt und flüstert dazu. Die Sprachen der Texte reichen von heutigem Englisch oder Deutsch zurück zu Gotisch, Latein, Altnordisch, Isländisch und noch früheren Wurzeln germanischer Sprachen. In seiner Gesamtheit erschaffen Heilung damit ein Gesamtkunstwerk, das weit über all die einzelnen Teile hinausreicht. Dabei sind sie dankenswert unideologisch: Die Hörer*innen sollen nach einer magischen, bisweilen turbulenten musikalischen Reise entspannt zurückgelassen werden. Als Heilung im Jahr 2015 mit „Ofnir“ ihr erstes Album veröffentlicht haben, konnten sie nicht ahnen, welch einen Erfolg sie damit haben würden. Die spektakulären Liveshows, das überwältigende Kritikerlob und ein massiver Underground-Buzz haben zusammen mit dem begeisterten Publikum diese einzigartige Gruppe von hochbegabten Musiker*innen auf ein enormes Niveau gehoben. 2023 erschien mit „Drif“ (Versammlung) das dritte Studioalbum voller sehr alter, aber gut recherchierter Geschichten, die uns zurückführen an die Wiegen der Zivilisation. Nach einer Tour diesen Sommer durch Deutschland kommen Heilung im Frühjahr noch einmal für ein exklusives Konzert in Oberhausen zurück und nehmen uns mit in eine ganz eigene und sehr besondere Welt.
Präsentiert wird die Show von Metal Hammer und laut.de. Heilung Albion, Eiru ok Erop Ferdhast 19.03.2025 Oberhausen - Turbinenhalle Bisher bestätigte Termine: 29.08.2024 Hamburg - Inselpark Arena 31.08.2024 Berlin - Zitadelle 03.09.2024 Stuttgart - Liederhalle Beethoven Saal 05.09.2024 Nürnberg - KIA Arena 13.09.2024 München - Zenith 19.09.2024 Köln - Palladium Ab Mittwoch, den 19. Juli, 10 Uhr gibt es die Tickets ab 60,00 Euro zzgl. Gebühren an allen bekannten CTS-VVK Stellen sowie unter der Hotline 01806 - 570070 (0,20€/Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,60€/Anruf)

Michael Patrick Kelly gelingt der Auftakt zum Festival "Festung Königstein Open Air"

  

Begonnen hat es Ende der 90iger Jahre, -  mit Depeche Mode Partys, - unter dem Namen „World Violation“;  ein Veranstaltunsgformat, dass bald über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt war. Anfang der 2000er wurde sie einmal jährlich im Kasemattenhof der Festung Königstein gefeiert und so entstand die Idee an diesem wundervollen Ort Konzerte zu veranstalten. Vor allem Größen aus der Rock oder auch Dark-Wave/Gothic Szene wie Apoptygma Berzerk und De/Vision, Project Pitchfork, Mesh, head-less waren ab 2013 zu Gast. Die Festung Königstein als Konzert-Ort war so vor allem in dieser Musikszene bereits geläufig. 

Mit dem diesjährigen Portfolio an Künstlern wie Michael Patrick Kelly, Saltatio Mortis, The Boss Hoss und  Schiller wagt das Festival Festung Königstein Open Air sich nun auch in Mainstream-Gengres vor.

 

Michael Patrick Kelly begeistert beim Festung Königstein Open Air 2024 seine Fans.




So staunten am 06.07.2024 die Fans von Michal Patrik Kelly nicht schlecht, dass die mittelalterliche Festung am Fuße des Felsens sich als Konzert-Location präsentierte. 

Michael Patrick Kelly betrat die Bühne und begeisterte sein Publikum von der ersten Sekunde an. Mit seiner charismatischen Ausstrahlung und seiner einzigartigen Stimme zog er die Zuschauer in seinen Bann. Die Fans sangen und tanzten zu seinen Hits, während Kelly mit seiner Band eine energiegeladene Performance ablieferte. Das Repertoire des Konzerts umfasste sowohl bekannte Songs des Sängers als auch einige Überraschungen, die das Publikum begeisterten. Von gefühlvollen Balladen bis hin zu mitreißenden Gitarren-Battles - Michael Patrick Kelly zeigte seine Vielseitigkeit und sein musikalisches Können.

Die Stimmung unter den Konzertbesuchern war euphorisch und die Festung Königstein verwandelte sich in einen magischen Ort, an dem Musikliebhaber zusammenkamen, um einen unvergesslichen Abend zu erleben. Insgesamt war das Konzert von Michael Patrick Kelly beim Festung Königstein Open Air Festival ein voller Erfolg und wird den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben. Die Kombination aus großartiger Musik, beeindruckender Location und begeistertem Publikum machte diesen Abend zu einem Highlight des Festivals.

Das Festival Festung Königstein Open Air bot die perfekte Kulisse für einen Abend voller Musik, Emotionen und unvergleichlicher Atmosphäre. 

Seit der Erstauflage des Festivals hat sich das "Festung Königstein Open Air" zu einem festen Bestandteil des kulturellen Kalenders in der Region entwickelt. Durch die Kombination von hochkarätigen Künstlern aus verschiedenen Musikgenres, einer einzigartigen Location und einer begeisterten Fangemeinde hat sich das Festival einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet.

 Cigarettes after Sex - 2x in Deutschland in 2024



Tickets für die Shows gibt es ab Freitag, den 08. März um 10 Uhr ab 35,00 Euro zzgl. Gebühren an allen bekannten CTS-VVK Stellen sowie unter der Hotline 01806 - 570070 (0,20€/Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,60€/Anruf), auf fkpscorpio.com und eventim.de. Mehr Infos und Musik unter cigarettesaftersex.com, facebook.com/CigarettesAfterSex/, instagram.com/cigsaftersex und youtube.com/channel/CigarettesAfterSex

 


Photo by: Riki Murto



Apocalyptica kommt im Herbst 2024 nach Deutschland - mit Metallica Vol. 2

Die unglaublichen Cello-Metaller von Apocalyptica aus Finnland kommen wieder nach Deutschland. Diesmal mit einer ganz besonderen Tour: Metallica Vol. 2 wird von diesen Musikern eindrucksvoll vertont. Die Reise begann damals 1996, als die Cellisten der weltrenommierten Sibelius Academy aus Helsinki ein Tribut an die Titanen Metallica inszenierten. Viele Konzerte und Shows später sind die klassisch-orientierten Metall-Cellisten wieder zurück bei ihren Wurzeln, was Bandleader Eicca Toppinnen so kommentiert: “It’s incredible to think that after all these years our tribute to Metallica still speaks so powerfully to people. To be able share our love for Metallica’s music with the live audience is an absolutely magical experience. This time the show is going to be next level, and we can’t wait to get back out there and share the fun with our fans!”

Die finnischen Cello-Streicher strotzen vor Energie und lassen ihre Musik durch ihre Leidenschaft richtig aufleben. Die auditiven Reisen sind epischer, die Ziele weiter und die Belohnungen so viel reicher als alles, was das aufregende, ehrgeizige Quartett jemals hervorgebracht hat. Apocalyptica sind voller Kraft und Macht und begeistern ihre Fans aus allen Metal-Sparten. Eine herausragende Tour, die man nicht verpassen sollte.

 

Präsentiert wird die Tour von Metal Hammer, kulturnews und laut.de.

 

Apocalyptica

Plays Metallica Vol. 2 Tour 2024

 

26.09.2024 Hamburg – Große Freiheit 36

07.10.2024 Wiesbaden – Schlachthof

08.10.2024 München – TonHalle

09.10.2024 Köln – E-Werk

12.10.2024 Dresden – Alter Schlachthof

13.10.2024 Berlin – Columbiahalle

 

Tickets für die Tournee gibt es ab Freitag, den 23. Februar, 10 Uhr ab 45,00 Euro zzgl. Gebühren an allen bekannten CTS-VVK Stellen sowie unter der Hotline 01806 - 570070 (0,20€/Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,60€/Anruf), auf fkpscorpio.de und eventim.de.




Aufschrei eines Unternehmers in der Veranstaltungsbranche: Gastbeitrag - Kolumne

 Der Frust ist groß in der Veranstaltunsgwirtschaft. Forderungen sind bekannt, - verhallen aber ungehört. Till Brönner, Kati Witt sowie unzählige Künstler und Unternehmer haben bereits in Videobeiträgen und Texten auf die Lage der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam gemacht. Hier ist ein weiterer Beitrag, der die alamierende Situation der Branche verdeutlicht, ein Gastbeitrag von Jan Stoschek und Fotos von Ralf Seffner:

 

Alamrstufe ROT, Messewirtschaft bedroht, - auf unzähligen Demos macht das Bündnius der Vewranstaltungswirtschaft auf die bedrohliche Lage aufmerksam. Es gleicht einem Arbeitskampf der Selbstständigen und Unternehmer. Foto by Ralf Seffner

"Es reicht!!!

 Mein Name ist Jan Stoschek und ich bin Geschäftsführer der KP Media GmbH.

Nur für alle Fälle vorab – NEIN, ich bin weder ein Corona-Leugner noch ein Alu-Hut, noch ein Verschwörungstheoretiker, noch ein ewig Unzufriedener, noch ein irgendwie in die rechte Ecke verortbares Wesen.

Ich bin einfach ein Unternehmer, der von den politischen Manövern und dem billigen Vertrösten die Nase, bei allem Respekt, gestrichen voll hat.

Seit dem ersten Lockdown im März letzten Jahres wird meinem Unternehmen durch die Pandemie und das folgende Tun unserer politisch Verantwortlichen die Geschäftsgrundlage entzogen – das Unternehmen ist in der technischen Messeausstattung weltweit unterwegs.

Nun – ich bin nicht ohne Grund Unternehmer geworden:

weil ich etwas unternehme, wenn andere Feierabend haben,

weil ich auch dann noch etwas unternehme, wenn die Dinge schwierig werden,

weil ich auch dann immer noch etwas unternehme, wenn sich das Marktumfeld radikal ändert.

Und – weil ich bereit bin, in solcherlei Tun auch noch privates Geld und jede Menge Zeit zu investieren.

Eine Situation, wie sie mit der Corona-Pandemie eingetreten ist, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können – nun gut, höhere Gewalt könnte man argumentieren, einfach dumm gelaufen.

Für die Messetechnik-Branche gehe ich seit geraumer Zeit nicht mehr davon aus, dass im Jahr 2021 noch einmal Geld verdienen werden darf – also blieb und bleibt mir nichts anderes übrig, als mein Geschäftsmodell umzubauen.

Hierbei hatte ich – wie naiv - tatsächlich darauf vertraut, dass die Minister Altmaier und Scholz in der Vorwahlzeit nicht nur immer wieder nur wohlklingende Versprechungen machen, sondern tatsächlich der Wirtschaft – insbesondere dem Klein- und Mittelstand unter die Arme greifen wollen.

Was für ein Fehler. Was für eine Enttäuschung.


Gefangen im Berufsverbot, - so ist die Lager der Menschen in der Veranstaltungsbranche. Foto by Ralf Seffner
 

Nun – mein Geschäftsmodell habe ich umgebaut und soweit es geht fit gemacht für die Zeit mit und nach Corona.

Von den versprochenen „unbürokratischen“ Hilfen sind bis dato 9.000 € Zuschuss vom Bund für den ersten Lockdown zzgl. 1.000 €, die die Landeshauptstadt Dresden dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat, sowie aus der Überbrückungshilfe I ca. 6.000 € geflossen.

Durch den ersten Lockdown haben sich in meinem Unternehmen etwa 600.000 € gebuchter Umsatz einfach in Luft aufgelöst, weil unsere Kunden keine Messauftritte mehr haben bzw. planen durften.

Alle die Umsätze, die wir im der Zeit nach dem ersten Lockdown neu generieren konnten, darunter auch für Aussteller auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos waren mit dem 2. Lockdown wieder Geschichte.

Mir blieb gar nichts anderes übrig, als Kurzarbeitergeld in Anspruch zu nehmen und mich durch die vielen Seiten der Verordnungen für die Überbrückungshilfe II, der November- und Dezemberhilfe zu arbeiten und versuchen zu verstehen, was der Verfasser denn eigentlich sagen möchte.

Und herauszufinden, ob und unter welchen Bedingungen überhaupt eine Antragsberechtigung besteht und welche Unterlagen dafür in welcher Form benötigt werden.

Und als Krönung – diese Bedingungen ändern sich gefühlt alle zwei Wochen. Hier noch den Überblick zu behalten, kostet Unmengen an ohnehin knapper Zeit. Und jede Menge Nerven – nicht zuletzt auch die meiner Angehörigen.

Ein Kreuz falsch oder nicht gesetzt – „der Antrag ist unvollständig und kann nicht bearbeitet werden“. Kein Hinweis der Verwaltung darauf, was denn fehlt – Herrgott – ich bin Unternehmer, kein Verwaltungsfachwirt.

Übrigens – das Kurzarbeitergeld ist eine gute Sache, kommt aber im Durchschnitt fast zwei Monate später, heißt, ich darf die Bearbeitungszeit der Verwaltung erst einmal vorfinanzieren.

Die Anträge für die November- und Dezemberhilfe habe ich über unseren Steuerberater gestellt - bisher habe ich nur Abschläge bekommen.

4 Monate sind seit Ankündigung der Novemberhilfe mittlerweile rum.

4 Monate, in denen Politik und Verwaltung nicht fragt, wie die Kosten des Unternehmens bezahlt werden und wie meine Lebenshaltungskosten bestritten werden – sprich – wovon ich mich ernähre.

Muss wohl daran liegen, dass sich irgendein Mensch sehr fernab der wirtschaftlichen Realität ausgedacht hat, dass die technische Messeausstattung nur indirekt vom Lockdown betroffen sei. Rein theoretisch könnte man nach deren Meinung auch für Max Mütze und Lieschen Müller arbeiten – wenn – ja, wenn die denn Veranstaltungen durchführen dürften.

Um mal eine Größenordnung zu geben – der November und Dezember 2019, also die sogenannten Referenzmonate, erbrachten einen antragsfähigen Inlands-Umsatz von ca. 100 T€ netto. Die Umsätze der ausländischen Kunden hat es aus der Sicht des Hilfsprogrammes mal eben nicht gegeben.

In Summe reden wir also über versprochene Hilfsgelder von etwa 75T€.

Millionenbeträge gingen hingegen schnell (Lufthansa, TUI, Autoindustrie, Bahn etc.).

Was mich nervt:

Einerseits werden vollmundige Versprechungen unbürokratischer Hilfe gemacht.

In der Praxis heißt das aber, dass ich einen Antrag nur dann stellen kann, wenn ich einen sogenannten „prüfenden Dritten“, also einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwalt damit beauftrage. Bezahlen darf ich den natürlich - selbst.

Andererseits nervt eine Verwaltung, die meint, sie sei der Nabel der Welt und der Mittelständler gefühlt irgendwas zwischen Bettler und Betrüger. Jemand, bei dem man ganz genau hinschauen muss und der jede Menge Material bis zu einem Stichtag bereitstellen muss – ansonsten wird mit Verweigerung oder der Rückforderung von Hilfen gedroht.

Die politischen und verwaltungsseitigen Akteure sollten sich folgende Dinge klarmachen:

Grundsätzlich gilt - Politik und Verwaltung werden aus Steuergeldern finanziert und ernährt.

Diese Steuergelder werden ausschließlich von Unternehmen erwirtschaftet, direkt über die Unternehmenssteuern und indirekt über die Steuern der Arbeitnehmer. Denn auch deren Bruttolohn muss vom Unternehmen erst einmal verdient werden.

Für mich gilt zusätzlich:

1)
Die gesamte Messe- und Veranstaltungsbranche kämpft seit fast einem Jahr um das blanke Überleben – nicht, weil die Unternehmer zu blöde sind etwas zu verdienen, sondern weil Ihnen zum höheren Wohle der gesamten Gesellschaft komplett der Stecker gezogen worden ist, was de facto einem Erwerbsverbot gleichkommt.

2)

Auch wenn der Rest der Gesellschaft irgendwann die Pandemie und den Lockdown bereits vergisst, dauert es mindestens noch 3 bis 4 Monate, bis der erforderliche Vorlauf im Messegeschäft durch ist und in unserer Branche endlich wieder gearbeitet und verdient werden darf. Das sind in Summe sicher mehr als 1 3/4 Jahre Stillstand.

3)

Der Umbau des Geschäftsmodelles ist also zwingend erforderlich, wenn das Unternehmen eine derartig lange Schließperiode überstehen soll. So ein Umbau kostet eine ganze Menge Geld und darüber hinaus jede Menge Zeit und Arbeitseinsatz. Und hierfür hatte ich die Hilfen eingeplant.

Marktauftritt und Kundenakquise sind hier das Wichtigste – um in Zukunft wieder Steuern zahlen und damit auch Politik und Verwaltung ernähren zu können.

4)

Ich respektiere und akzeptiere gute Verwaltung – aber keinen Papierkrieg!

Dass sich die vorhin erwähnten „prüfenden Dritten“ durch 42 Seiten Anleitung zum Antragsformular für die Überbrückungshilfe III arbeiten dürfen, erinnert mich doch sehr an Reinhard Mey’s „Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars“ oder auch an „das Haus, das Verrückte macht“ aus Asterix.

Fatal ist auch der nicht von der Hand zu weisende Eindruck, dass seitens der politischen Akteure und der Verwaltung eben diesen „prüfenden Dritte“ wohl genauso wenig vertraut wird, wie dem antragstellenden Mittelständler selbst. Denn ansonsten kann die Bearbeitung schon von Dritten geprüfter Anträge wohl nicht Monate dauern.

Die Mehrheit der politischen Akteure macht mich sprachlos und wütend.

Insbesondere Minister Altmaier, der meint, dass er die Unfähigkeit der von ihm verantworteten Verwaltung, zugesagte Hilfen in einer überschaubaren Zeit an die Adressaten zu bringen, einfach mal so immer wieder entschuldigen könnte. Und dass, obwohl Ende Februar – 4 Monate nach der Ankündigung der Novemberhilfe - noch bei Weitem nicht alle beantragten Gelder ausgezahlt sind.

Da gibt es nichts zu entschuldigen – da gibt es nur ein schnelles Nachbessern, ein zügiges Abarbeiten. Aber nichts davon findet statt, nirgendwo. Konsequenzen – Fehlanzeige.

Warum auch? Wer selbst regelmäßig sein Geld auf dem Konto hat, kann wunderbar schwadronieren, salamitaktieren oder den Amtsschimmel reiten. Die eigene Position und das eigene Überleben sind ja gesichert.

Handelt ein Unternehmer so, hat das für ihn Konsequenzen. Eine Entschuldigung interessiert da niemanden. Und diese Konsequenzen muss er persönlich tragen.

Wütend macht mich auch, dass die Verantwortlichen des RKI gerade allen Ernstes davon reden, dass bei Inzidenzen von unter 10 Veranstaltungen bis maximal 1.000 Leute im Freien möglich seien …… und im Bereich geschlossener Räume mit bis zu 100 Personen.

Was hier als tolle Lockerung verkauft werden soll, ist der Tod für nahezu alle Veranstaltungen.

Für die hinter den Veranstaltungen stehenden Firmen heißt das Insolvenz.

Für die Unternehmer heißt das Vernichtung eines Lebenswerkes und Privatinsolvenz. Was dies für deren Familien und Kinder bedeutet, davon redet in unserem ach so sozialen Staat - keiner.

Für die Mitarbeiter und deren Familien heißt das Harz IV.

UND DAS betrifft fast 3 Mio. Menschen – vom Orchestermusiker bis zum Platzanweiser, vom Schauspieler bis zum Bühnentechniker, vom Messeveranstalter bis zum Techniker vor Ort.

Eigentlich kann man hier nur annehmen, dass diese Leute etwas gegen Kunst, Kultur, Theater, Kino, Messen und dergleichen haben – oder aber ihre aktuelle mediale Bedeutung bei einem Abebben der Pandemie nicht wieder verlieren wollen.

Egal ob Virologen, Epidemiologen, RKI oder no-Covid-Experten - deren Arbeitsplätze und Einkommen sind ja nicht gefährdet.

Mir und vielen meiner Unternehmerkollegen bleibt hingegen wieder nur die eigene Initiative, das eigene Investment bis an die Grenzen dessen, was der Unternehmer und seine Familie finanziell, emotional und zeitlich leisten können. Das kostet private Rücklagen, das kostet die Alterssicherung und das ist seelisch extrem belastend für alle Betroffenen.

Und es beschleicht mich – ganz ohne es zu wollen – das komische Gefühl, dass es wohl so gewollt ist. Dass es gewollt ist, den Klein- und Mittelstand zu „entsparen“. Etwas zugespitzter formuliert – zu enteignen.

Die Hilfen für die Großen fließen offenbar schnell und ohne größere Beschränkungen.

Hilfe für die Lufthansa sehe ich noch ein – aber warum die nach Pressestimmen insolvenzbedrohte Galeria Kaufhof Hilfen, hier Kredite, von fast einer halben Milliarde Euro bekommt, erschließt sich mir bei allem Verständnis für Belegschaftsinteressen nicht.

Außer vielleicht aus dem Blickwinkel von Vorwahlkampfgeschenken.

Um Hilfen überhaupt beantragen zu können, muss jeder Klein- und Mittelständler erklären, dass er nicht in Schwierigkeiten ist. Ob das die so oft gepriesenen gleichen Maßstäbe für all sind?

Befassen sich die Handelnden eigentlich mit den wirtschaftlichen Folgen ihres Tuns? Wenn ja, sollten wenigsten die gemachten Zusagen endlich auch eingehalten werden.

Dann wird Ihnen im Klein- und Mittelstand vielleicht auch wieder vertraut.

Nur dann ist die Bezahlung von Politik und Verwaltung aus Steuereinnahmen auch weiterhin gesichert.

Denn die zumeist im Ausland versteuernden Konzerne und die Cum-Ex-Spezialisten werden das nicht zahlen.

Auch Einzelunternehmer, Klein- und Mittelständler und deren Angehörige sind Wähler – ebenso wie deren Mitarbeiter und Angehörige.

Und wir sind Viele!

 

Und wir wollen Kunst, Kultur und Veranstaltungen aller Art, offene Schulen und Buchläden

 – nicht nur Brot und Spiele.

Und wir wollen nachvollziehbare Regelungen und Kriterien. 

Ich habe bisher jedenfalls noch niemanden getroffen, der mir plausibel erklären konnte, was am Erwerb eines Buches denn nun gefährlicher sein soll als am Erwerb einer Flasche Schnaps.

 

Zum Abschluss noch eine sehr persönliche Meinung:

Das, was im Moment in unserem Land passiert – mit welchen guten Absichten auch immer –

·         das billigend in Kauf genommene Sterben ganzer Branchen

·         das Stilllegen des kulturellen Lebens

·         die Einschränkungen in der Bildung

·         die Einschränkung der Reisefreiheit

·         die vielen unerfüllten Versprechen

·         die ständigen Wiederholungen der immer gleichen Durchhalteparolen

Das, meine Damen und Herren Politiker, gefährdet unsere Form der Demokratie nach meiner Auffassung weit mehr als alle Wirrköpfe irgendwo auf diesem Planeten zusammen.

Das Erlöschen der Diskursfähigkeit – kurz – dass jeder mit einer vom Mainstream abweichenden Meinung, dass jeder, der sich unabhängig Gedanken zu den Problemen unserer Zeit macht, medial niedergeknüppelt und als Leugner oder Schlimmeres gebrandmarkt wird, macht nicht nur mir Angst – es lässt viele Verstummen.

Auch Menschen mit guten und innovativen Ideen werden nicht mehr gehört.

Das, meine Damen und Herren von der Presse, mag zwar temporär gut fürs Geschäft sein, ob es den Idealen von Journalismus - mit denen sie sicher einmal diesen Beruf ergriffen haben - gerecht wird …….

Eine Gesellschaft, die nicht mehr in der Lage ist, kontroverse Meinungen ohne Diffamierungen auszuhalten, bewegt sich nach meiner Überzeugung auf einem gefährlich schmalen Grat.

Es ist an der Zeit, dass die meist schweigende Mitte der Gesellschaft wieder laut wird, sehr laut!"

 

 

 

 

 

Salsa-Festival mit Charme und Verstand

Können das überhaupt die Deutschen, vor allem - die Ost-Deutschen? 

Salsa klingt nach schwungvollen Hüften, heißen Beats und lateinamerikanischen Damen, aber nicht nach Sachsen und dem traditionsreichen Dresden. Doch das Salsa-Festival in Dresden beweist, dass es eine lebhafte wachsende Szene gibt.
Klasse Tanzlocation, Musik die süchtig macht, flinke Barkeeper, ein aktives Publikum sowie ein TOP-Rahmenprogramm machen eben eine solide Party aus - ohne Schnickschnack und falsche Erwartungen.

Ganze 600 aktive Tanzbegeisterte wohnten gestern der Salsa-Heartbeat-Gala bei und jubelten den internationalen Tanzteams und DJ MOURI & DJ EL MALO & DJ WILLY zu.

Das Salsa-Festival läuft noch bis zum 23.06.2013. Wer es nicht zum Salsa-Festival schafft, der kann Salsa-Lebensgefühl ganzjährig im Bailamore nachholen.

Von den Checkern wärmstens empfohlen.